Test Office-Produkte

Wie im letzten Blogbeitrag schon angekündigt, beschäftigt sich dieser Artikel mit Office-Produkten verschiedener Hersteller. Dieser Artikel ist für jeden interessant, der Probleme beim Öffnen neuer (oder alter) Microsoft-Office-Dateien  hat und kein Geld verschenken möchte.

Vorgeplänkel

Ich beschäftige mich seit meinem 9. Lebensjahr mit EDV, mein habe ich 1998 angemeldet- kurz vor meinem 20. Geburtstag. Seitdem bin ich ein Verfechter von offenen Schnittstellen und kann das Klein-Klein vieler Softwarefirmen nicht verstehen. Ich finde es immer wieder erschreckend, dass die meisten Mitarbeiter in einer Softwarefirma nicht in der Entwicklungs- oder Kundenbetreuungsabteilung arbeiten, sondern in der Abteilung, die sich damit beschäftigt, wie der Kopierschutz noch verbessert werden kann….
Deshalb habe ich starke Aversionen gegen Firmen wie Microsoft usw. Da ich selbst einige Zeit in USA verbracht habe, weiss ich wie dort die Uhren ticken – darüber könnte ich ein eigenes Buch schreiben… aber egal, ich schweife ab…

Seit vielen Jahren statte ich PCs und Laptops, die bei mir in der Werkstatt sind mit LibreOffice aus (früher OpenOffice). Die Kunden, die eine gültige MicrosoftOffice-Lizenz haben, statte ich trotzdem mit Libreoffice aus und verstecke das Libreoffice, so dass immer nur das jeweilige Programm bei den entsprechenden Dateien geöffnet wird.
Bisher hat sich das bewährt. Ein Problem hat sich dabei herauskristalisiert. Viele Benutzer, die noch nicht so lange mit Libreoffice arbeiten, vergessen häufig, dass die anderen Nutzer kein richtiges Office-Programm haben, sondern nur dieses komische Microsoft Office 😉
Also konnten diese Nutzer die Dateien nicht öffnen.
Ich weiss genau, dass ich dieses Problem bei jedem Kunden angesprochen habe und auch jedem gezeigt habe, wie dieses Problem umschifft werden kann, aber ich kann auch verstehen, dass in der einen Stunde, die ich jedem Kunden die neuen Funktionen vorgeführt habe und die Vorzüge der von mir installierten Programme erläutert habe, sich nicht jeder alle merken kann. (Siehe auch IT-Fachleute denken seltsam (Satire))
Manchmal hatte ich auch Microsoft Office Dateien, die nach dem Öffnen in LibreOffice -vorsichtig ausgedrückt- etwas anders aussahen. Ich habe sehr viel Fantasie und habe früher auch gerne mit Lego gebastelt, deshalb habe ich die Module alle an die richtige Positionen rücken können und dann wusste ich auch, was mir der Ersteller mitteilen wollte. Aber besonders effizient ist es nicht, wenn jede Datei neu „gesetzt“ werden muss.
Das Problem liegt meistens schon beim Ersteller: Warum muss ich eine E-Mail erstellen, in dessen Anhang ich eine Word-Datei lege, in der ein Textfeld ist, indem wiederum eine Tabelle ist, in der wiederum ein Bild enthalten ist, auf dem eigentlich nur Text zu lesen ist? Sowas nennt man auch „EDV zu Fuß“. Manchmal denke ich, dass der Ersteller einer solchen Nachricht nicht gedacht hat.
Bisher dachte ich, ich könnte den verschobenen Dateien nur entgehen, indem ich Microsoft Office unter Linux installiere (oh ja, das geht bei Office 2010- so ein bischen). Eine perfekte Lösung ist aber auch das nicht, weil ich schon Excel-Dateien dabei hatte, bei denen das Microsoft Office dann abgestürzt ist- echte Windows-Gefühle unter Linux! Auch das war nicht sehr zufriedenstellend.

Das wichtige

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich mal nach Alternativen zu Microsoft Office umgeschaut und bin auf Softmaker Office gestossen. Ich habe erst einmal einen Monat lang getestet, wie gut es funktioniert, und es funktioniert wirklich gut! Bis jetzt habe ich noch keine Office-Datei nicht öffnen können (oh Gott, doppelte Verneinung!) = bis jetzt habe ich jede Office Datei ohne Probleme öffnen können, sogar die, mit denen LibreOffice echte Darstellungsprobleme hat.
Also habe ich einen 3er Pack Lizenzen gekauft für 99 Euro. (Darf sogar in Firmen eingesetzt werden!) -> Bitte mal diesen Preis mit Microsoft Office vergleichen!

Ich habe probehalber das Programm auch mal unter Windows installiert, dort finde ich, sieht es schöner aus als unter Linux, aber wahrscheinlich bin ich ein wenig verwöhnt. Dafür funktioniert es wirklich gut.

Hier mal eine Diashow des Programms unter Linux:

Zusätzlich zu diesen 3 Programmen gibt es noch den Duden Korrektor und eine „gepimpte“ (=aufgemotzte) Version von Thunderbird. (Es gibt zwar noch eine Version ohne den Duden Korrektor, aber die 30 Euro weniger würde ich mir nicht sparen.)
Was mir am besten gefallen hat, ist die Bedienung des Programms. Wer eine ältere Version von Microsoft Office bedient hat, muss sich nicht umstellen.
Zwei negativ-Punkte sind mir aufgefallen: Es gibt keine Mac-Version und Libreofficedateien sind leider auch etwas verrückt. Schade.

Vergleich

  • Microsoft Office
    • liest perfekt: ppt, pptx, doc,docx, xls, xlsx
    • kann öffnen: odt, odc, odp (sieht aber schlecht aus)
    • läuft unter: Windows, Mac OS (weniger Funktionen), Linux (naja)
    • kostet: sehr viel, am liebsten von Microsoft sind die Abomodelle
  • OpenOffice
    • wird nicht mehr so fleissig weiter entwickelt wie früher
    • kann öffnen: ppt, pptx, doc,docx, xls, xlsx  (sieht aber nicht so gut aus)
    • liest perfekt: odt, odc, odp
    • läuft unter: Windows, Mac OS, Linux
    • kostet: nix
  • LibreOffice
    • wird fleissig weiterentwickelt
    • kann öffnen: ppt, pptx, doc,docx, xls, xlsx  (sieht aber nicht so gut aus)
    • liest perfekt: odt, odc, odp
    • läuft unter: Windows, Mac OS, Linux
    • kostet: nix
  • Softmaker Office
    • liest perfekt: ppt, pptx, doc,docx, xls, xlsx
    • kann öffnen: odt, odc, odp (sieht aber nicht wie das Original aus)
    • läuft unter: Windows, Linux
    • kostet: 69 oder 99 Euro

Bleibt nur noch die Frage zu klären, wo das Softmaker Office zu kaufen ist. Entweder im Internet bei www.softmaker.de oder meine Kunden können es auch bei mir kaufen (zum gleichen Preis wie im Internet angegeben)!

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